Rumänien <

 

Brodina - Seletin (NBLB)
 

Streckenlänge 20,951 km

  • Teilstrecke Brodina–Sipitul (* 10. August 1912)
  • Teilstrecke Sipitul–Seletin (* 26. Oktober 1913)

Betriebsführung durch die kkStB; in Betrieb 1912 - 1916
760mm

Dampflokomotiven
Fabriks-Nr geliefert 
an
Nr. Verbleib im/nach dem I.WK II.WK
DRB
weiterer Verbleib  
KrLi 6521/12 NBLB
Brodina
Cv 3 ´17> Wyznica;
´19> PKP (D8) 811
99 2561 PKP Tx2-1243 > 2892 > 1243, ´55> Zf. Pelplin a 1968
KrLi 6522/12 NBLB
Brodina
Cv 4 ´17> Wyznica;
´19> PKP (D8) 812
99 2562 PKP Tx2-1244 > 2893 > 1244, ´55> Zf. Opalenica a 1966
Waggons
* 1912: BCi 1 - 2, DF 101, G 201 - 203, Jka 301 - 316, Jh 317 - 336, Rollböcke 381 - 390
* 1914: Ci 3 - 4, Jka 337 - 341, Rollböcke 391 - 400

Normalspurstrecken der NBLB siehe Seite 14156

Während der Entstehung der Bahnstrecke lag diese auf dem Territorium Österreichs innerhalb der habsburgischen Doppelmonarchie.

Im Jahr 1898 ging die Bahnstrecke Radauti - Brodina der Neuen Bukowinaer Lokalbahn in Betrieb. Bereits in den darauffolgenden Jahren wurde seitens der zuständigen Behörden über eine Verlängerung der Bahn im Tal der Suceava nachgedacht. Dabei war geplant, die Strecke bis Izvoarele Sucevei (damals Izwor) zu bauen.

Nach einigen Jahren der Diskussion wurde die Bahnlinie schließlich 1911 bis 1913 als Schmalspurstrecke  (760 mm) von der Neuen Bukowinaer Lokalbahn bis Seletin (heute Seljatyn in der Ukraine) errichtet. Sie diente in der waldreichen Karpatenregion vornehmlich dem Transport von Holz.

Im Zuge der Kampfhandlungen des Ersten Weltkrieges wurde das Gebiet von russischen Truppen besetzt und 1916 mit dem Material anderer Nebenbahnen der Bukowina auf Normalspur umgerüstet. Außerdem erfolgte die Verlängerung der Strecke bis Izvoarele Sucevei. 1917 wurden diese Arbeiten nach Rückeroberung durch österreichisch-ungarische Truppen durch letztere abgeschlossen.

Nach dem Krieg gelangte die Bukowina an Rumänien; die Strecke wurde durch die rumänische Staatsbahn CFR  übernommen. Allerdings wurde der Schlussabschnitt der Bahnlinie - die bei Izvoarele Sucevei eine Seehöhe von ca. 900 m erreichte - aufgegeben; Endhaltestelle wurde Şipotele Sucevei (heute Schepit in der Ukraine).

1940 besetzte die Rote Armee die Nordbukowina. Der Abschnitt im oberen Suceavatal gelangte an die Sowjetunion, war für diese aber ohne Bedeutung, da keinerlei Anbindung an das übrige sowjetische Schienennetz vorhanden war. Von 1941 bis 1944 gehörte die gesamte Bukowina vorübergehend nochmals zu Rumänien, seitdem erneut zur Sowjetunion (bzw. seit 1991 zur Ukraine). Auf sowjetischem Gebiet wurde die Bahnlinie stillgelegt, auf rumänischer Seite bis zur Haltestelle Nisipitu betrieben.



53802 P040124, 100409, 170116