Rumänien <

 

Griech.-orientalischer Religionsfond Bukowina

Übernahme folgender Waldbahnen bis 1910:
Dragoşa *1897, Markowitz & Schapira, 11,4 km
Falcău  *1889, Ph. und Ch. Götz & Co, 50,9 km
Frasin  *1899, Adolf Löwy, 53,3 km
Gura Humorului *1910, Religionsfond, 22,9 km
Moldoviţa *1889, Louis Ortlieb, 51,9 km
Nisipitul *1907, Union Forstindustrie, 7 km
Păltinoasa *1905, Jakob Greiner, 8,4 km
Putna  *1894, A, v. Popper, 19,3 km
Voroneţ *1913, Jakob Greiner, 8,4 km

nach dem I. WK >
Fondul Bisericesc Ortodox Român al Bucovinei

760mm
Fabriks-Nr geliefert an Einsatz Name; Nummer weiterer Verbleib  
KrMü 2136/89 Louis Ortlieb   BARON PINO    
KrLi 2747/90 A. v. Popper Putna FRITZ    
KrLi 2748/90 A. v. Popper Putna LEOPOLD    
KrMü 3316/96 Louis Ortlieb   OBERFORSTRAT KRUTTER    
KrMü 3796/00 R&K, Budapest für Dragosza, Zawoja, > Chaim Markowicz & Moses Schapira, Dragosza Dragoşa KATHARINA    
KrMü 4033/99 R&K, Budapest, > Adolf Löwy   BOURGUIGNON    
KrMü 4084/00 R&K, Budapest   GRÜNFELD    
KrLi 4539/00 Religionsfond, Falcău   1 HOHENLOHE
 
   
KrLi 4648/01 Religionsfond, Falcău   2 ULLMANN
 
   
KrLi 5258/05 Adolf Löwy Frasin BLEYLEBEN ´20> CFS Frasin, Valea Sucha, > CFR 763.131; Moldoviţa 1962  
KrLi 1196/21 Religionsfond Czernowitz        
KrLi 1219/21 Religionsfond Czernowitz     CFR 763.193; Falcâu 1962, Moldoviţa 1982, 1988, 1996, Wassertalbahn  
KrLi 1223/23 Religionsfond Czernowitz Frasin   CFR 763.159; Frasin 1962, Nadas 1969 a 1969


Bukowinaer griechisch-orientalische Religionsfonds 1783–1949
Im Zuge der Josephinischen Reformen kam es im gesamten habsburgischen Herrschaftsbereich im Rahmen eines weiter greifenden Säkularisierungsprozesses zur Auflösung von Klöstern bzw. zur grundlegenden Umgestaltung kirchlichen Eigentums. Die Bukowina stand zum diesem Zeitpunkt als junge Provinz des Habsburgerreiches unter militärischer Direktverwaltung Wiens. Die orthodoxe Kirche war im Land als Konfession dominierend und ebenso von den Umgestaltungen betroffen. Ein wesentlicher Teil der kaiserlichen Politik zielte auf die Arrondierung und Ausrichtung dieser Kirche auf die neuen territorialen Gegebenheiten des Habsburgerreiches ab, sodass bereits 1783 ein dezidiert der Bukowina zugeordneter griechisch-orientalischer Religionsfonds eingerichtet wurde. Diese Institution war damit völlig im Gegensatz zum "allgemeinen" "Wiener" Religionsfonds nicht nur auf eine andere Konfession abgestimmt, sondern von Beginn an regional verankert. Über seine wachsende wirtschaftliche Bedeutung als größter Grundbesitzer der Bukowina und seinen zunehmenden Einfluss entwickelte sich diese Institution bis zu ihrer Auflösung 1949 zu einem die Region maßgeblich prägenden Faktor. Die erstmalige grundlegende und quellenbasierte Analyse des Religionsfonds in seiner Bedeutung für die Gestaltung, Entwicklung und über die Religion gesteuerten Nationalisierung der Region "Bukowina" sowohl als Teil der Habsburgermonarchie (1774–1918) als auch als Teil Großrumäniens (1918–1949) ist zentraler Gegenstand des Forschungsprojektes.


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